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Mit der MS-Fram durch den Nord-Ostsee-Kanal


Reisebericht:

Am 28.04.2008 hatten wir das große Glück, mit der MS-Fram von Hamburg nach Kiel fahren zu können.

MS FRAM – benannt nach dem Polarschiff des berühmten Entdeckers Fridtjof Nansen – wurde am 24. April 2007 in Dienst gestellt und ist damit das jüngste Schiff der HURTIGRUTEN Flotte. Die FRAM wurde speziell für Entdecker-Seereisen in der Arktis und Antarktis mit Eisklasse 1B und den modernsten technischen Standards, wie zwei Stabilisatoren in der Mitte des Schiffes, konzipiert.

5.30 Uhr in Schenefeld.

Normaler Weise möchte man, um diese Zeit, den Wecker am liebsten aus dem Fenster werfen.

Heute stört uns das Piepen aber gar nicht. Im Gegenteil... wir freuen uns schon lange auf diesen Tag und auf die Fahrt mit der MS-Fram.

6.30 Uhr.

Es klingelt an der Haustür. Meine Eltern, die ich zu dieser Reise eingeladen habe und meine Schwester, die uns nach Hamburg fahren wird, stehen pünktlich vor der Tür. Es ist noch Zeit für eine Kaffee und dann geht es los.

Der Berufsverkehr auf der A23 ist gar nicht so schlimm wie wir gedacht haben und so sind wir dann auch etwas früh am Kreutzfahrt Terminal in Hamburg. Die Fram ist schon am Sonntag von Amsterdam nach Hamburg gekommen. Wir haben Glück und können gleich an Bord gehen.

10.05 Uhr:

Mit ein Paar Minuten Verspätung legt die MS-Fram vom Cruise Center in der Hamburger HafenCity ab.

Leider konnten wir die schöne Aussicht entlang der Landungsbrücken nicht geniessen, denn gleich zu Anfang der Fahrt war erst mal eine Seenotübung angesagt. Teilnahme war natürlich Pflicht.

Nachdem alle Passagiere gelernt haben wie man eine Schwimmweste und einen Überlebensanzug anlegt, haben wir es uns bei herrlichem Sonnenschein auf dem Sonnendeck gemütlich gemacht.

Vorbei ging es an Blankenese, der Schiffsbegrüßungsanlage in Wedel und dem Alten Land in Niedersachsen.

13.50 Uhr:

Die MS-Fram erreicht die Schleuse in Brunsbüttel. Wir haben Glück und können gleich in die Schleuse einfahren. Das Spektakel will sich natürlich keiner entgehen lassen und so sind wohl alle Passagiere an Deck.

Nach etwa einer Stunde öffnet sich das Schleusentor Richtung Nord-Ostsee-Kanal.

Hier beginnt die Fahrt auf der weltweit meist befahrenen, künstlichen Wasserstraße, die schon seit dem 21. Juni 1895 die Nordsee mit der Ostsee verbindet und Schiffen somit den längeren Weg um das Skagerak an der Nordspitze Dänemarks erspart.

Kurz hinter Brunsbüttel war dann für uns eine Zwangspause angesagt. Die Fram mußte für ca. eine Stunde in eine Weiche fahren , um auf andere Schiffe zu warten.

Weichen heißen die Stellen im Kanal, die durch größere Breite, durch Dalbenreihen zum Festmachen und durch Signalstellen dazu, eingerichtet sind, das gegenseitige Passieren größerer Schiffe oder Fahrzeuggruppen zu ermöglichen.

Die Verkehrszentrale NOK in Brunsbüttel bestimmt im Rahmen ihrer Aufgabe zur Verkehrsregelung auf dem Kanal, welche Schiffe in den Weichen aufzustoppen haben. Hierfür stehen 10 Weichen und die Binnenhäfen in Brunsbüttel und Holtenau zur Verfügung.

Wir nutzen die Zeit für einen kleinen Drink auf dem Panoramadeck.

 
 

Auf dem Weg durch den Nord-Ostsee-Kanal geht es vorbei an14 Fähren und 10 Hochbrücken.

Die längste Brücke ist die Straßenbrücke Brunsbüttel mit 2,826km. Die Brücke ist aus 5000to Stahl gebaut.

Die Eisenbahnbrücke Hochdonn ist mit einer Länge von 2,218km etwas kürzer, aber doch deutlich schwerer. Die Hochdonner Brücke ist aus 14900to Stahl erbaut.

16.50 Uhr:

Wir erreichen die Hochbrücke Grünental. Hier wartet schon unser "Fanclub" auf uns. Freunde und Bekannte stehen auf der Brücke und an der Kanalböschung um uns eine gute Fahrt zu wünschen. Freunde aus dem nahen Hademarschen haben sogar ein großes Transparent dabei.

Der Kapitän war wohl auch ganz begeistert von all den winkenden Leuten und dem auf Norwegisch geschriebenem Transparent. Er bedankte sich mit mehrfachem, ohrenbetäubendem Hupen.

 

Auch an der Fähre Fischerhütte wurde noch einmal kräftig gewunken.

18.00 Uhr:

4 Stunden Nord-Ostsee-Kanal liegen nun hinter uns und weitere 4 Stunden liegen noch vor uns. Zeit für ein anständiges Abendessen im Restaurant Imaq auf Deck 4. Der Koch hat ein tolles Büffet für uns gezaubert.

19.00 Uhr:

Wir sind an der Eisenbahnbrücke Rendsburg angekommen. Hier gibt es eine besondere Attraktion. Die Fähre hängt hier an Stahlseilen unter der Hochbrücke. Eine sogenannte Schwebefähre.

Bis hier hin hat es das Wetter gut mit uns gemeint. Jetzt fängt es leider etwas an zu regnen, so dass wir den Rest der Fahrt mit der MS-Fram vom Panoramadeck geniessen werden.

22.00 Uhr:

Mit vielen neuen Eindrücken und etwas müde vom langen, aber schönen Tag, erreichen wir die Schleuse in Kiel-Holtenau. Hier endet nun für uns die Fahrt mit der MS-Fram.

Einige Passagiere verlassen mit uns die Fram, die meisten aber fahren noch weiter über Kopenhagen, Rønne/Bornholm, Stockholm, Helsinki, St.Petersburg, Tallinn, Visby/Gotland und zurück nach Hamburg.